Wahlkreis-Rundschau, Ausgabe März 2020

Newsletter des Abgeordneten Ralf Wieland für
Gesundbrunnen, den Soldiner Kiez und rund um die Panke


Liebe Leserin, lieber Leser,

als ich vor nicht allzu langer Zeit anfing, diese Ausgabe der „Wahlkreis-Rundschau“ zusammen zu stellen, war der Sack an interessanten Nachrichten und Veranstaltungen rund um den Gesundbrunnen prall gefüllt. Alles perdu. Corona hat uns fest im Griff. Ich schreibe Ihnen aus dem eilends und eher behelfsmäßig eingerichteten Home-Office. Und vermutlich ist die Chance recht hoch, dass ich Sie ebenfalls in häuslicher Bürolandschaft antreffe.

Leider gibt es keine Alternative, als sich in nächster Zeit mit dieser Situation irgendwie zu arrangieren. Die Berichte und Bilder aus Norditalien und dem Elsass haben mich fassungslos gemacht. Wenn wir irgendeine Chance haben wollen, eine ähnliche Situation in unseren Kliniken, Notlazaretten und, ja, Leichenhallen zu vermeiden, dann nur, indem wir uns von anderen Menschen konsequent fernhalten. Nicht anstecken, nicht anstecken lassen. Rufen Sie nicht die 110 an, um sich zu erkündigen, was man darf und nicht darf. Es ist ganz einfach: Einfach an die Empfehlungen halten. Die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, bei der Feuerwehr oder der Polizei brauchen im Moment keine neuen Kunden aus Dummheit oder Leichtsinn. Für alle, die in diesen Bereichen und auch im Lebensmitteleinzelhandel für uns da sind, gilt: Berlin sagt Danke!

Halten Sie sich an die Kontaktsperre. Das ist leicht gesagt und stellt viele, vielleicht sogar eine Mehrheit, vor fast unlösbare Herausforderungen. Insbesondere die geschlossenen Kitas und Schulen bringen Eltern derzeit an ihre Grenzen. Zudem fallen auch noch die Großeltern aus. Diese Situation werden wir als Gesellschaft nicht dauerhaft durchhalten. Wenn die Situation es zulässt, werden die Kitas und Schulen den Betrieb wiederaufnehmen. Im Moment können wir das nicht riskieren – die Ausbreitung des Virus bestimmt den Takt.

Besonders bitter ist die Lage auch für Mitmenschen, die ihre Wohnung gegenwärtig nicht verlassen können oder sollen oder dürfen oder wollen. Das ist ein echtes Problem bei den alltäglichen Besorgungen, dass sich durch nachbarschaftliches Engagement immerhin ein wenig abmildern lässt. Mit Freude verfolge ich, dass sich auch bei uns am Gesundbrunnen Initiativen gründen, die nachbarschaftliche Hilfe organisieren. Auf meiner Website finden Sie eine (sicher unvollständige) Aufstellung der Angebote im Kiez. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihren Nachbarn Hilfe anzubieten – tun Sie es bitte.

Die Wirtschaft fährt gerade mit Vollgas gegen die Wand. Der Berliner Senat und die Bundesregierung haben sehr schnell ein beispielloses Unterstützungspaket auf die Beine gestellt, um die schlimmsten Folgen abzufedern. Die Maßnahmen im Einzelnen finden Sie auf meiner Website. Nun kommt es darauf an, dass die Mittel sehr schnell ihre Empfänger erreichen. Insbesondere Kleinunternehmen wie z.B. der kleine Einzelhändler um die Ecke sind binnen kürzester Frist am Ende der Fahnenstange angekommen. Viele betreiben ihr Geschäft irgendwie weiter, so gut es eben geht. Buchläden, Fachhändler und Restaurants stellen um auf Take-away und Lieferservice. Meine Bitte: Nutzen Sie diese Angebote. Sie erhalten damit lokale Arbeitsplätze und auch die Lebendigkeit im Kiez. Irgendwann wird Corona Vergangenheit sein und man sich anschauen, was von der Wirtschaft noch vorhanden ist. Wir sollten ein Interesse daran haben, dass das nicht nur die multinationalen Online-Versandkonzerne sind.

Ostern wird sich in diesem Jahr merkwürdig anfühlen. Der Besuch bei den Schwiegereltern fällt höchstwahrscheinlich aus (stille Freude ist an dieser Stelle übrigens unpassend), die Radtour mit Freunden wird auch schwierig, die Kinder müssen womöglich in den Balkonkästen nach Eiern suchen. In einem Wort zusammengefasst: Mist.

Trotzdem, und wenn es auch nur sturer Optimismus ist: Ich wünsche Ihnen schöne, sonnige, erholsame Ostertage.

Ihr

Ralf Wieland


Corona: Nachbarschaft unterstützen

Mona Lisa in Corona-Zeiten (Pixabay)

Mona Lisa in Corona-Zeiten

Foto: Pixaby

In schwierigen Zeiten ist nachbarschaftliche Hilfe gefragter denn je.

Manch eine(r) sitzt in (freiwilliger oder angeordneter) Quarantäne und kann zur Zeit für alltägliche Besorgungen die Wohnung nicht verlassen. Ältere Menschen wollen oftmals aufgrund des erhöhten Gesundheitsrisikos gegenwärtig nicht vor die Tür treten. Hier kann nachbarschaftliche Hilfe gute Dienste tun. Bitte haben Sie offene Augen und Ohren für Ihre Nachbarn und bieten Sie Ihre Hilfe an. Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen.

In vielen Kiezen bilden sich Initiativen, die nachbarschaftliche Hilfe organisieren.

Viele kleine Läden und Gewerbetreibende im Kiez suchen händeringend nach Möglichkeiten, ihr Geschäft weiter zu betreiben. Insbesondere Restaurants, Kneipen und Gaststätten wurden durch die Schließung zu einer Vollbremsung gezwungen, die sie ganz schnell in den Konkurs treiben kann. Bitte halten Sie nach Möglichkeit Ihren Läden nebenan die Treue und nutzen Sie die verbliebenen Angebote, z.B. Lieferservice und Take-away. Auch wenn es woanders im großen Web vielleicht einfacher geht.

Wir sollten bei alledem auch die Zeit nach der Pandemie im Auge haben. Ja, irgendwann wird Corona Geschichte sein. Bitte helfen Sie mit, dass dann unsere Geschäfte im Kiez nicht auch Geschichte sind.

Hier der Beginn einer Sammlung mit Hinweisen, Links und Tipps für nachbarschaftliches Engagement rund um den Gesundbrunnen. Noch eher rudimentär und keineswegs vollständig - aber wir arbeiten dran. Hinweise sind stets willkommen.

Foto: Pixabay


Corona: Hilfen für die Wirtschaft

Bares Geld

Bares Geld

Foto: © privat

Die Corona-Pandemie trifft die Wirtschaft mit voller Wucht. Sehr vielen Unternehmen, gerade auch kleinen und mittleren Unternehmen, bricht der Umsatz komplett weg, während die Kosten und Verbindlichkeiten weiter laufen. Das Schreckgespenst "Insolvenz" rückt auch für kerngesunde Firmen unverschuldet und schnell in greifbare Nähe.

Die Bundesregierung und der Berliner Senat haben Hilfspakete auf den Weg gebracht und arbeiten an Unterstützungsprogrammen, die von manchen Beobachtern bereits jetzt als "beispiellos" bezeichnet werden. Die 'Bazooka' gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus ist geladen.

Dem einzelnen Unternehmer hilft jedoch nur die Unterstützung, die er konkret in Händen hält. Daher hier der Versuch einer Auflistung der Hilfsprogramme und wie man sie in Anspruch nehmen kann.

Foto: © privat


PrimeTimeTheater: Stay At Home Special

PromeTimeTheater

PrimeTimeTheater im Wedding

Grafik: © PrimeTimeTheater

Auch und besonders hart treffen die Kontaktsperren Kulturveranstalter. Um überhaupt soetwas wie einen Betrieb aufrecht zu erhalten, finden Veranstaltungen als Livestream im Web statt.

So macht es auch das im Wedding ansässige PrimeTimeTheater. Ab sofort findet die beliebte Serie "Gutes Wedding - schlechtes Wedding" als Lesung auf der Facebook-Seite des Theaters statt.

Für bereits gekaufte Karten der (ausfallenden) Aufführungen wird der Eintrittspreis auf Wunsch natürlich zurückerstattet. Das PrimeTimeTheater bittet angesichts der finanziell sehr angespannten Lage aber darum, die Tickets nach Möglichkeit nicht zurückzugeben, sondern als Spende zu betrachten.

Wer das PrimeTimeTheater direkt unterstützen möchte, kann Gutscheine über Helfen Berlin erwerben.

Grafik: © PrimeTimeTheater


Auch die "Brauseboys" ziehen ins Internet

Brauseboys

Die Brauseboys in ihrem "Rumpelstudio"

Foto: © Brauseboys

Wer sich bisher mühsam ins "Eschenbräu" schleppen musste, um den Autoren der Weddinger Lesebühne "Brauseboys" zuzuhören, kann dies nun ganz bequem vom heimischen Sofa aus tun. Immer donnerstags um 20:30 Uhr (also nach dem "Brennpunkt") im Livestream bei facebook. Begleitende Empfehlung: Dazu eine schöne Flasche Bier und Dosenravioli aus gehamsterten Beständen (müssen irgendwann 'eh weg).

Auch die Brauseboys sind auf finanzielle Zuwendungen angewiesen. Wer diesbezüglich tätig werden möchte, findet auf der Seite die passenden Möglichkeiten.

Foto: © Brauseboys


...und wenn man dann Corona hat

Wir tun gegenwärtig alles, um uns nicht mit Corona zu infizieren.

Aber wie fühlt es sich an, wenn es dann doch passiert und die Diagnose eindeutig ist?

Den Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel hat es erwischt. Über den Krankheitsverlauf und wie sich das alltägliche Leben ändert, hat er mit dem "Tagesspiegel" gesprochen. Hier nachzulesen.


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Web: www.ralf-wieland.de

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Behmstr.11
13357 Berlin

Tel. 0 30 / 64 31 23 20

Öffnungszeiten: - gegenwärtig für den Besucherverkehr geschlossen

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