Wahlkreis-Rundschau, Ausgabe Juni 2019

Newsletter des Abgeordneten Ralf Wieland für
Gesundbrunnen, den Soldiner Kiez und rund um die Panke


Liebe Leserin, lieber Leser,

es war ein bitterer Moment für die SPD, als am Abend der Europa-Wahl die Hochrechnungen über die Bildschirme flimmerten. Seither vergeht kein Tag, an dem in den Medien nicht nach den Ursachen geforscht und Konstellationen wie Personalien ergründet werden. All dies geschieht natürlich auch bei der SPD intern. Existentiell sind diese Fragen allemal, soviel kann man sagen.

Dabei gerät leicht in den Hintergrund, dass die konkrete, greifbare Politik oftmals vor Ort in den Gemeinden und Stadtteilen gemacht wird. Ich möchte die Aufmerksamkeit daher gerne auf die Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus lenken, bei der am kommenden Freitag, 14. Juni, der Gesundbrunnen im Mittelpunkt steht.

Für junge Familien stellt die Suche nach einem passenden Kitaplatz und einer geeigneten Schule zur Zeit eine Herausforderung dar. Mit einem umfangreichen Neubau- und Sanierungsprogramm arbeiten Land und Bezirk daran, der stark gestiegenen Nachfrage gerecht werden zu können. Einer der vielen Orte, an denen inzwischen Erfolge sichtbar sind, ist die sanierte Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee, die ich am 14.6. gemeinsam mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres besuche.

„Fraktion vor Ort“ soll in erster Linie aber auch eine besonders gute und einfache Möglichkeit für Sie sein, sich in die Politik vor Ort einzumischen. Als Ihr Abgeordneter im Wahlkreis rund um den Gesundbrunnen lade ich Sie sehr herzlich ein, genau dies zu tun. Ich würde mich freuen, mit Ihnen am 14. Juni ab 15:30 Uhr vor dem „Penny“ in der Soldiner Straße oder bei einer anderen Gelegenheit ins Gespräch zu kommen. Zum Beispiel findet am 30. August mein traditionelles Sommerfest beim SV Nord Wedding in der Kühnemannstraße statt. Auch hierzu sind Sie herzlich eingeladen. Neben Getränk, Grill und Live-Musik besteht auch hier die Möglichkeit, über die Probleme im Kiez und über die Weltpolitik zu sprechen. Einzelheiten finden Sie demnächst auf meiner Website.

In Ihrem Terminkalender ganz sicher bereits notiert sind die Sommerferien, die nun nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ob Balkonien, ob Balearen – ich wünsche Ihnen erholsame und angenehme Sommerwochen,

Ihr

Ralf Wieland


"Fraktion vor Ort" am Gesundbrunnen am 14. Juni 2019

Titelseite Veranstaltungsflyer

Fraktion vor Ort am Gesundbrunnen am 14. Juni 2019

Grafik: © SPD-Fraktion

Am Freitag, 14. Juni steht der Gesundbrunnen im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“.

Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus möchte es Ihnen leicht machen, mit der Berliner Landespolitik und mit mir als Ihrem Abgeordneten in Kontakt zu kommen. „Fraktion vor Ort“ bietet Ihnen auch die Möglichkeit, Menschen und Orte im Kiez kennen zu lernen, von denen Sie bisher nichts wussten oder die nicht so einfach zugänglich sind.

Ans Herz legen möchte ich Ihnen hier die "Mobile Sprechstunde" um 15:30 Uhr vor dem "Penny"-Markt in der Soldiner Straße / Ecke Prinzenallee. Hier stehe ich Ihnen gern für Ihre Fragen, Anregungen und natürlich auch Beschwerden zur Verfügung.

Nähere Informationen zu "Fraktion vor Ort" finden Sie im Veranstaltungsflyer.


Grafik: © SPD-Fraktion


15. Juni: Tag der offenen Gesellschaft, Frank-Walter Steinmeier im Wedding

Logo Veranstaltung

Tag der offenen Gesellschaft am 15. Juni 2019

Grafik: © tdog19

"Demokratie gibt es nur dann, wenn genug Menschen für sie eintreten, aktiv, überlegt, entschieden." So lautet das Motto der deutschlandweit aktiven Initiative Offene Gesellschaft e.V.. "Und weil das so ist, organisieren wir eine Bewegung. Für Demokratie. Für Freiheit. Für eine starke Zivilgesellschaft. Die Initiative Offene Gesellschaft ist eine bürgerschaftliche Initiative ohne Parteibindung, die für das politische Gemeinwesen so eintritt, wie es im Grundgesetz formuliert ist. Wir möchten die Demokratie gegen ihre Feinde verteidigen und unsere Gesellschaft weiterentwickeln, indem wir die vielen demokratischen Kräfte bündeln, die jeweils für sich wirken. Wir setzen Themen zur besseren Gestaltung der Gesellschaft, gegen eine Politik der Angst."

Am Samstag, 15. Juni gibt es wieder den "Tag der offenen Gesellschaft": "Schluss mit Empörung und Untergangsstimmung. Feiern wir einfach mal die Demokratie! Mit Picknicks und Tischen im ganzen Land. Unter freiem Himmel und bis tief in die Nacht. Am Tag der offenen Gesellschaft kommen in ganz Deutschland Menschen zusammen, stellen Tische und Stühle raus und setzen damit ein großes Zeichen für die offene Gesellschaft."

Rund um den Gesundbrunnen sind bereits etliche Tische angemeldet. Z.B. der "Baptistenkirche Wedding" in der Müllerstr. 14a, von "Salome" in der Gleimstraße 71, "Willkommen Wedding" lädt in die Stettiner Straße ein, der Tisch von "Daniela & Freunde" steht in der Zechliner Straße 6, Aufgang 2, das Theaterprojekt "Kuringa" baut in der Grüntaler Str. 35 auf.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Gast am Tisch des Medienhof Wedding

Auch der Medienhof Wedding hat einen Tisch angemeldet. Der wird allerdings abweichend vom ursprünglichen Plan auf dem Hof der Wilhelm-Hauff-Schule in der Gotenburger Str. 8 aufgebaut. Die Änderung hat einen guten Grund: Es wird Platz gebraucht, denn als Gast an dem Tisch hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angemeldet. Um 12.00 Uhr geht‘s los in der Gotenburger Straße. Für Essen und Trinken ist gesorgt, für interessante Gespräche rund um die Demokratie wohl auch.

Ein aktueller Überblick über alle angemeldeten Tische findet sich auf der Website der Initiative. Dort kann man auch ganz einfach einen eigenen Tisch anmelden.

Grafik: © www.tdog19.de


Wechsel an der Spitze der BVV, Sascha Schug neuer SPD-Fraktionsvorsitzender

Sascha Schug

Foto: © SPD-Fraktion

Anfang April war Halbzeit in der fünfjährigen Legislaturperiode (2016 bis 2021) der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte. Gemäß einer Verabredung der Zählgemeinschaft* aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen gab Sascha Schug (SPD) das Amt des BVV-Vorstehers auf und machte für die zweite Hälfte der Legislaturperiode den Weg frei für seinen Amtsnachfolger von Bündnis 90/Die Grünen. Zur stellvertretenden BVV-Vorsteherin wurde Sonja Kreitmayr sowie als Beisitzer im BVV-Vorstand Jürgen Radloff-Gleitze (beide SPD) gewählt. Bei den fast zeitgleich stattfindenden Vorstandswahlen hat die SPD-Fraktion Sascha Schug am 8. April zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Wir sprachen mit Sascha Schug.

Bilanz nach zweieinhalb Jahren BVV-Vorsteher: Haben Sie alles umsetzen können, was Sie sich vorgenommen hatten?

Alles lässt sich ja nie umsetzen. Ich habe es aber geschafft, dass BVV-Büro wieder zu einem Anlaufpunkt für alle Fragen der Fraktionen zu machen. Und meine Sitzungsleitung kann nicht so schlecht gewesen sein, da es nie eine Unterbrechung durch einen Sonder-Ältestenrat gab. Und es ist gelungen, eine Verschiebung des politischen Diskurses nach rechts in der BVV Mitte zu verhindern.

Erst Vorsteher der BVV, nun Fraktionsvorsitzender in der BVV - zwei unterschiedliche Blickwinkel auf ein- und dieselbe Bezirksverordnetenversammlung. Wo liegen für Sie die Unterschiede der beiden Aufgaben?

Als Vorsteher musste ich möglichst neutral sein, um allen anderen Fraktionen gerecht zu werden. Jetzt als Fraktionsvorsitzender habe ich unsere Themen zu vertreten und unsere Anliegen durchzubringen. Ich muss also zuspitzen, um unserer Politik Gehör zu verschaffen.

Welche Themen stehen in den kommenden Jahren auf der To-Do-Liste der SPD-Fraktion?

Es geht uns um eine adäquate Wohnraumversorgung für alle Menschen, die in Mitte leben wollen. Gleichzeitig muss die soziale Infrastruktur für unseren wachsenden Bezirk geschaffen werden. Und der öffentliche Raum und die Grünflächen sollen so entwickelt werden, dass Sie für jede und jeden einladend wirken. Im Bereich Gesundbrunnen stehen aktuell ganz konkret zwei Vorhaben auf unserer To-Do-Liste: In der Mai BVV haben wir einen Antrag eingebracht, in der Umgebung des U-Bahnhofs Osloer Straße einen Druckraum für Drogenabhängige einzurichten. Es geht uns hierbei sowohl um die Nöte der Drogenkonsument*innen als auch um die Sorgen der Anwohner*innen, die gegenwärtig unter dem Konsum auf offener Straße und in Hauseingängen wie Vorgärten zu leiden haben. Und wir setzen uns im Brunnenviertel dafür ein, das ehemalige Diesterweg Gymnasium wieder zum Schulstandort zu machen.

* Zählgemeinschaft: Auf Bezirksebene werden die "Regierungsämter", also Bezirksbürgermeister und Stadträte, dem Wahlergebnis folgend an die in der BVV vertretenen Parteien vergeben. Es gibt also im klassischen Sinne keine Regierungs- und Oppositions-Fraktionen. Das Vorschlagsrecht für die/den Bezirksbürgermeister*in steht von Hause aus der stärksten Fraktion zu. Allerdings können sich Fraktionen zu einer Zählgemeinschaft verbinden, deren gemeinsamer Vorschlag dann den der stärksten Fraktion übertrumpft.

Foto: © SPD-Fraktion


Berliner Mietendeckel effektiv, schnell und rechtssicher umsetzen

Bauen, kaufen, deckeln

Abbildung: © SPD Berlin

Der Landesvorstand der SPD Berlin dringt auf Eile bei der Einführung eines Mietendeckels und richtet sich mit folgendem Beschluß an die Regierungskoalition:

"Wir begrüßen, dass die R2G-Koalitionsparteien seit Wochen sehr konstruktiv an einer gemeinsamen Linie zur Einführung eines “Berliner Mietendeckels” arbeiten und fordern die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen auf, die Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs nach dem im Senat vereinbarten Zeitplan zügig voranzutreiben.

Für uns ist dabei zentral, dass der Mietendeckel den Mieterinnen und Mietern in Berlin schnell zu Gute kommt. Deshalb muss das Vorhaben spätestens nach der parlamentarischen Sommerpause einfach und rechtssicher umgesetzt und dabei gleichzeitig die Mieterinnen und Mieter in der Stadt möglichst effektiv geschützt werden.

Dabei gilt es, bereits sehr hohe Mietpreise in den Blick zu nehmen und auch Mieterinnen und Mieter, die jetzt noch zu bezahlbaren Bedingungen wohnen, vor der Gefahr exzessiver Preissteigerungen zu bewahren. Unser Ziel ist es, dass mindestens erreicht wird, dass die Mieten in allen bestehenden Verträgen für fünf Jahre eingefroren werden!

Darüber hinaus ist auch sorgfältig zu prüfen, wie gegen Mietpreise vorgegangen werden kann, die jetzt schon überhöht sind. Insbesondere bei einem Mieterwechsel gibt es keinen guten Grund, den Vermieterinnen und Vermietern zu erlauben, erneut eine überhöhte Vormiete zu verlangen – auch hier braucht es einen vernünftigen Deckel!"

Auf der Website der SPD-Fraktion werden die wichtigsten Eckpunkte zur Wohnungspolitik vorgestellt und in einem kurzen Trickfilm erläutert, wie der Mietendeckel funktioniert. Welche Maßnahmen über den Mietendeckel hinaus nötig sind, um die Mietpreisspirale zu bremsen und den Neubau bezahlbarer Wohnungen anzukurbeln, erläutert die Website der SPD Berlin.

Abbildung: © SPD Berlin


Gedenkstein auf der Walter-Röber-Brücke nun mit Info-Stele

Gedenkstein an den Blutmai

Katrin Schäfer neben der neuen Info-Stele am Gedenkstein für die Toten bei den Mai-Unruhen 1929 an der Walter-Röber-Brücke.

Foto: © Ulrich Horb

Am 4. Mai 2019 wurde zum 90. Jahrestag der „Blutmai“-Krawalle neben dem „Blutmai“-Gedenkstein an der Walter-Röber-Brücke (Wiesenstraße, im Pankekiez) eine Infostele eingeweiht. Seit vielen Jahren bereits erinnert der Gedenkstein an die Krawalle im Jahr 1929. "Anfang Mai 1929 fanden hier bei Straßenkämpfen 19 Menschen den Tod. 250 wurden verletzt", ist auf dem Stein zu lesen. Wie es dazu kam und worum es dabei ging? Am Gedenkstein waren keine weiteren Informationen erhältlich.

Vielen war das zu wenig! Auch im benachbarten Tageszentrum „Wiese 30“ für psychisch kranke Menschen sah man das so. Als Reaktion entstand dort auf Initiative der Sozialpädagogin Katrin Schäfer eine AG Gedenkstein, an der sich Besucher*innen des Tageszentrums, aber auch Menschen aus der Nachbarschaft und historisch Interessierte aktiv beteiligten. Man wollte das Gedenken an die Toten wachhalten, besser über die historischen Hintergründe informieren und auch etwas zum Zusammenhalt im Kiez beitragen. Die Ergebnisse flossen in eine neue Internetseite blutmai.deein, auf die ein QR-Code auf der Stele führt. Hier werden die Hintergründe der brutalen Mai-Unruhen von 1929 erläutert.

In seiner Ansprache anlässlich der Einweihung der Info-Stele betonte Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland die Bedeutung historischer Bildung für das Verständnis der heutigen Zeit: "Historische Stoffe werden heute mit Hollywood-Stilmitteln erklärt, auf Webseiten dokumentiert und in sozialen Netzwerken diskutiert. Daneben stehen natürlich nach wie vor die „klassischen“ Informationskanäle zur Verfügung: wissenschaftliche Literatur oder aber fiktive Geschichtsromane, Dokumentationen, Archive, Zeitungen und Zeitschriften, Museen, Vorträge, Bibliotheken und Gedenkstätten, Bild und Ton. (...) Wer sich beim Lesen der Aufschrift des Steins fragt, warum es hier im Wedding überhaupt Straßenkämpfe gegeben hat, folgt nun einfach dem QR-Code ins Netz. Und landet auf einer Website, die sachlich, unparteiisch und umfassend über die Geschehnisse des sogenannten Blutmai informiert. (...) Es ist ein Privileg, dass wir uns heute vielseitig und vor allem objektiv über Geschichte informieren können. Schließlich war das in den vergangenen 100 Jahren in Deutschland nicht immer politisch gewollt. In manchen Ländern ist es auch heute kein Selbstverständnis. Wir erleben überall auf der Welt, dass Geschichte verklärt und für eigene Überzeugungen missbraucht wird. Dabei berufen sich oft gerade extreme Positionen auf manipulierte Geschichtsbilder. (...) Um dem selbstbewusst entgegen treten zu können, bedarf es einer breiten geschichtlichen Aufklärung. Daher sollte historische Bildung bei uns immer einen hohen, eigenen Stellenwert haben. Auch weil sich daraus möglicherweise Hinweise für gegenwärtige Probleme ableiten lassen. Teilweise bewegen uns ja heute ganz ähnliche Themen wie in den 20er Jahren: Was bedeutet es für unsere Zukunft, wenn die traditionellen Arbeiterparteien in Europa schwächer werden? Wie gehen wir mit den Feinden der Demokratie und der Freiheit um, die wir derzeit auch in europäische Parlamente einziehen sehen? Welche Haltung nehmen wir denjenigen gegenüber ein, die heute wieder auf offener Straße „Volksverräter“ rufen? (...)".

Die Ansprache ist in voller Länge auf der Website der SPD-Fraktion Mitte nachlesbar.

Foto © Ulrich Horb


50 Spielhallen in Berlin müssen schließen

Eine ehemalige Spielhalle im Wedding wird umgebaut.

Foto: © privat

Rund 50 Spielhallen in mehreren Berliner Bezirken müssen wegen Unzuverlässigkeit des Betreibers schließen. Nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg aus dem vergangenen April wurde den Läden die Betriebserlaubnis entzogen, teilte das Gericht Mitte Mai mit.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost und des rbb handelt es sich bei dem Betreiber um die Vulkan-Stern-Gruppe. Es gehe um die Zuverlässigkeit als Gewerbetreibender. Gegen einen ehemaligen langjährigen Geschäftsführer liefen laut Gericht 110 Bußgeldverfahren, 69 mal wurden spielhallenrechtliche Verstöße seines Betriebs geahndet.

„Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hatte bereits wegen gewerblicher Unzuverlässigkeit die Betriebserlaubnis entzogen“, sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts. Dagegen war der Betreiber vor Gericht erfolglos vorgegangen. „Daher müssen die rund 50 Spielhallen geschlossen werden“, so die Sprecherin. Die meisten der Spielhallen des Betreibers liegen im Bezirk Mitte. In Charlottenburg-Wilmersdorf sind es neun Läden, denen zum 1. Mai die Betriebserlaubnis entzogen wurde.

Der Berliner SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz bezeichnete die ergriffene Maßnahme im rbb als „Meilenstein“. Bei Überprüfungen von Spielhallen wurden in jüngster Zeit immer wieder Verstöße gegen das Steuerrecht oder Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Schon in den vergangenen Jahren hat die Zahl der Spielhallen stark abgenommen: 2011 gab es in Berlin 584, Ende 2018 waren es noch 385. Allerdings ist die Zahl der Wettbüros in Berlin zuletzt gestiegen.

Daniel Buchholz zum Berliner Spielhallengesetz: „Das strenge Berliner Gesetz wurde bereits mehrfach von den Gerichten bis hin zum Bundesverfassungsgericht bestätigt. Seit Juni 2011 setzt es neuen Hallen sehr enge Grenzen: Nur noch eine Spielhalle pro Gebäude, Mindestabstand von 500 Metern zur nächsten Halle, 200 Meter Abstand zu Oberschulen, verbindliche Schließzeiten von 3-11 Uhr morgens, pro Halle maximal 8 Spielautomaten (früher 12), keine kostenlose Abgabe von Speisen und Getränken, keine auffällige Reklame und höhere Anforderungen an Betreiber und Personal. Inzwischen sind alle ‚alten‘ Genehmigungen für bestehende Hallen erloschen, es gilt ausschließlich neues Recht. Darum muss die Mehrzahl der bestehenden Spielhallen dichtmachen. Mehrfachkomplexe und von Spielhallen geprägte Straßenzüge verschwinden aus dem Stadtbild."

Quellen: Berliner Morgenpost, rbb, daniel-buchholz.de. Foto © privat


Stadtspaziergang zum Thema Verkehr am 13. Juni

Die Badstraße im Wedding

Foto: © privat

Am Donnerstag, den 13. Juni lädt das Quartiersmanagement Badstraße zu einem Stadtspaziergang rund um das Thema Verkehr ein. Treffpunkt ist um 16:30 Uhr das Quartiersmanagement-Büro in der Bellermannstraße 81. Der Spaziergang dauert ca. 3 Stunden. "Dabei ist deine Meinung gefragt: Was sollte sich im Quartier verkehrlich verändern, was sollte verbessert werden? Und wo sind aktuell die größten Konflikte? Geh mit uns durch das Quartier und berichte über deine persönlichen Erfahrungen."

Foto: © privat


21. Juni: Fête de la musique am Gesundbrunnen

Foto: © Fete de la musique

Bonjour au Soleil! Ein Gruß an die Sonne! Zum Sommeranfang am 21. Juni beschenkt sich Berlin wieder mit viel Musik bei der Fête de la Musique, dem Fest der Musik. Diese Erfindung aus Frankreich wird in Berlin seit 1995 jährlich gefeiert. Laien und Profis sämtlicher musikalischer Stilrichtungen sind aufgerufen, ihr Können bei freiem Eintritt und ohne Gage in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Dank der Ausnahmezulassung für Straßenmusik kann an dem Tag im Juni in der Zeit von 16 bis 22 Uhr in ganz Berlin auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünanlagen akustisch musiziert werden, sofern dies schutzwürdige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen oder Gedenkstätten nicht stört. Auf knapp 100 Bühnen und in vielen Straßen in der ganzen Stadt beteiligen sich Musiker kostenlos an der Feier und bieten ihre Musik dar.

Rund um den Gesundbrunnen sind zwei Veranstaltungsorte angemeldet. Zum einen im "himmelbeet" in der Ruheplatzstraße 12 (Nähe Leopoldplatz). Dort beginnt die Fête um 16:00 Uhr mit einem Kinderprogramm und geht dann durch bis zum letzten Auftritt um 21:15 Uhr. Zum anderen bespielt das "Klingende Museum" den Platz vor dem QM-Laden in der Bellermannstraße 81. Start dort ist ebenfalls um 16:00 Uhr. Den Abschluß bildet um 20:00 Uhr der Auftritt der Band "Duke Brass". Das komplette Programm der Fête de la musique findet man unter www.fetedelamusique.de.

Foto: © Fête de la musique


"Die Wedding-Story": Jugend-Musical in der Prinzenallee

Probenszene "Die Wedding-Story"

Foto: © Medienhof Wedding

Es wird viel über junge Migranten gesprochen, jetzt sprechen sie selbst! Und erzählen ihre ganz eigene „Wedding-Story“. Gleich im doppelten Sinne, denn Lukas und Melek verlieben sich ineinander, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn ihre Eltern sind mit ihrer Beziehung nicht einverstanden. Wird am Ende die Liebe siegen? Um diese Frage zu beantworten singen, tanzen und schauspielern die Jugendlichen aus dem Weddinger Kiez und bringen ein Stück auf die Bühne, das ein jeder sehen sollte, der mehr darüber erfahren möchte, wie das Leben und Lieben im Wedding in Wahrheit aussieht.

Eine Auseinandersetzung zwischen zwei unversöhnlichen Gruppen? Eine Liebe, die diese Kluft überbrückt, aber von keiner Seite akzeptiert wird? Ein Theaterstück oder Musical zu einer verbotenen Liebe? Das erinnert natürlich an die West-Side-Story, die die bekannte Romeo-und-Julia Geschichte in die Hinterhoflandschaft eines armen Großstadtviertels überträgt.

Ursprünglich war auch daran gedacht, die West-Side-Story zu adaptieren. Aber daraus wurde nichts, wie Herbert Weber, Autor der Wedding-Story und Leiter des Medienhof Wedding, berichtet:"Leider verbot uns die renommierte Anwaltskanzlei Hertin mit einem Abmahnungsschreiben vom Kurfürstendamm auch nur das Wort West-Side-Story in den Mund zu nehmen. Wir bekamen nicht die Rechte zu einer einzigen Tonfolge des bekannten Musicals. Uns ist nicht bekannt, ob der Komponist der West-Side-Story, Leonard Bernstein, sich darüber freuen würde, dass begeisterte Jugendliche, die eine eigene Version seines Stückes heute zum gemeinnützigen Zweck auf die Bühne bringen wollen, kostenpflichtig abgemahnt werden."

Die nun also gänzlich West-Side-Story-freie Wedding-Story kommt am 15. und 16. Juni im "Theater 28" in der Prinzenallee 33 zur Aufführung. Der Eintritt ist kostenlos. Tickets können hier reserviert werden: 15.6., 19:00 Uhr (Generalprobe) oder 16.6., 16:00 Uhr (Uraufführung). Nähere Infos zum Musical-Projekt finden sich auf der Website des Medienhof Wedding.

Foto: © Medienhof Wedding


Geschichte entdecken entlang der Walter-Nicklitz-Promenade

Die Panke am Gesundbrunnen

Foto: © privat

Diana Schaal von den "Schönen Kiezmomenten" lädt am 29. Juni zu einer Führung entlang der Panke ein. In der Ankündigung lesen wir: "Wir erleben die Panke als roten Faden für die Besiedelung des Stadtteils Gesundbrunnen. Darunter sind viele historische Gebäude, z.B. eine Mühle, ein Heilbad, verschiedene Fabriken und eine geheimnisvolle, malerische Ruine. Heute werden diese Gebäude ganz anders genutzt. Wir erfahren etwas über den Roten Wedding und den Blut-Mai 1929. Machen Sie zusammen mit uns einen anregenden und erholsamen Spaziergang am grünen Ufer der Panke."

Treffpunkt ist am Samstag, 29. Juni um 14:00 Uhr auf dem Platz vor dem Panke-Haus, Soldiner Str. 76, 13359 Berlin. Die Führung dauert ca. 2 Stunden, die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind erwünscht. Ebenso ein Anmeldung per E-Mail. Einzelheiten finden sich unter www.schoene-kiezmomente.de.

Foto: © privat


Ehrenamtspreis des Bezirksamts Mitte 2019

Logo Bezirksamt Mitte

Abbildung: © BA Mitte

Auch im Jahr 2019 vergibt das Bezirksamt Mitte wieder den Ehrenamtspreis. Bezirksstadtrat Ephraim Gothe bittet darum, geeignete Kandidaten zu benennen:

"Das Ehrenamt ist in aller Munde und liegt in vieler Hände! Es wirkt im großen oder kleinen Rahmen, sehr sichtbar oder eher im Verborgenen. Wir freuen uns daher sehr, nun bereits zum 16. Mal den Ehrenamtspreis Mitte auszuloben und bitten Sie, Einzelpersonen oder Gruppen aus gemeinnützigen Vereinen, kulturellen Einrichtungen, sozialen Organisationen, Gemeinden und Nachbarschaften für diesen Preis vorzuschlagen. Einzige Voraussetzung für den Preis ist, dass das auszuzeichnende Ehrenamt im Bezirk Mitte angesiedelt ist. Die Verleihung des Ehrenamtspreises wird am 8. November 2019 im Roten Rathaus stattfinden.

Kennen Sie geeignete Menschen, die sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl im Bezirk Mitte einsetzen, so übersenden Sie uns bis zum 26. August 2019 Ihre Vorschläge: Bezirksamt Mitte von Berlin, Ehrenamtsbüro, 13341 Berlin, E-Mail: Ehrenamt@ba-mitte.berlin.de. Wir freuen uns auf viele interessante Empfehlungen."

Abbildung: © BA Mitte


Impressum

Ralf Wieland
SPD-Fraktion im
Abgeordnetenhaus Berlin
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin

Tel. 0 30 / 23 25 - 22 22

E-Mail: info@ralf-wieland.de
Web: www.ralf-wieland.de

Bürgerbüro am Gesundbrunnen

Behmstr.11
13357 Berlin

Tel. 0 30 / 64 31 23 20

Öffnungszeiten: Mo 10-12 & 13-16 Uhr, Di & Do 14-20 Uhr, Fr 10-14 Uhr

Stadtplan

Meine nächsten persönlichen Sprechstunden im Bürgerbüro finden Sie auf meiner Website.

Wenn Sie den Newsletter zukünftig nicht mehr erhalten möchten, schicken Sie bitte eine kurze Mail mit dem Stichwort "Abbestellung" sowie ggf. mit Angabe der für den Versand des Newsletters verwendeten Mailadresse an newsletter@ralf-wieland.de.