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Wahlkreis-Rundschau, Ausgabe Februar 2012
Newsletter des Abgeordneten Ralf Wieland für
den Soldiner Kiez, Gesundbrunnen und das Brunnenviertel
Liebe Leserin, lieber Leser,
"Schulden
machen ist nicht schwer. Schulden abbauen dagegen sehr". Diese Abwandlung
einer alten Volksweisheit gehört inzwischen zum festen Inventar gesicherter
Erkentnisse in Bund, Ländern und Kommunen. Sie gilt auch und gerade
in Berlin. Auf der einen Seite ist unverkennbar, dass in sehr vielen öffentlichen
Bereichen - sei es Bildung und Kultur, sei es Kiezförderung oder
Infrastruktur - die Etats auf Kante genäht sind und hierfür
eigentlich mehr Mittel im Haushalt benötigt werden. Auf der anderen
Seite ist nicht erst seit der Finanz- und Eurokrise klar, dass eine immer
höhere Verschuldung des Staates langfristig die Probleme eher verschärft
denn löst. In diesem Spannungsverhältnis steht die Politik bei
fast jeder Entscheidung.
In diesem Spannungsverhältnis stand auch die Klausurtagung der SPD-Fraktion
Ende Januar in Rostock, auf der die Prioritäten für das kommende
Jahr besprochen wurden. In vorderer Reihe steht hierbei die Wirtschaft.
Wenn sich die Politik nicht nur in weiteren Sparmaßnahmen erschöpfen
will, sind höhere Einnahmen erforderlich. Und das geht im Wesentlichen
nur über die Ankurbelung der Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Berlin ist in den verangenen Jahren hierbei gut vorangekommen, aber es
bleibt genug zu tun. Hierzu gehören die großen - und von manchen
ungeliebten - Infrastrukturprojekte wie z.B. der Willy-Brandt-Flughafen,
der Ausbau der A 100, die Nachnutzungen von Tegel und Tempelhof. Mit diesen
Projekten kann eine Dynamik losgetreten werden, durch die viele Unternehmen
Berlin als attraktiven Standort erkennen. Diese Chance müssen wir
nutzen. Zur Attraktivität gehört auch, dass in Berlin manche
vermeintlich kleine nervige Hindernisse unproblematisch abgeräumt
werden. Der Parkausweis für Handwerker ist so ein Beispiel - und
er soll nun eingeführt werden.
Ein anderes großes Thema für die Stadt verbirgt sich hinter
dem Stichwort "öffentliche Daseinsvorsorge". Hierbei geht
es in erster Linie um die Rekommunalisierung ehemals öffentlicher
Betriebe wie Wasserwerke und Strom- und Gasnetze. Zur öffentlichen
Daseinsvorsorge zählen auch die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.
Der neue Stadtentwicklungssenator Michael Müller ist jetzt auf die
Bremse gestiegen, was die Mietsteigerungen in städtischen Wohnungen
angeht. Ein wichtiges Signal für die Mietenentwicklung und den Mietspiegel
in der Stadt insgesamt. Bezahlbare Mieten bleiben ein herausragendes Ziel
des Senats und sind nicht zuletzt ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort
Berlin.
Ganz vorn auf der Prioritätenliste der SPD-Fraktion bleibt die Bildungspolitik
von den Kitas bis zu den Universitäten. Auch dies ist ein Wirtschaftsfaktor
für "Spree-Athen". Dieser Spitzname Berlins geht übrigens
zurück auf eine Festschrift aus dem Jahre 1706, in der die kulturellen
Leistungen Friedrichs I. für Berlin gewürdigt werden und in
der Berlin auf eine Stufe mit der Hauptstadt der abendländischen
Kultur schlechthin gestellt werden sollte. In diesem Sinne ist der Spitzname
gern willkommen. Es bleibt aber noch ein hartes Stück Arbeit, anderen,
aktuellen Assoziationen mit Griechenland den Boden zu entziehen.
Ihr

Ralf Wieland
Die Resolution der SPD-Fraktion im vollen Wortlaut hier als PDF-Datei.
Detaillierte Informationen zur Fraktionsklausur der SPD finden Sie unter
www.spdfraktion-berlin.de.
Aktionsprogramm zur Realisierung der klimaneutralen Stadt
Berlin
will bis zum Jahr 2050 klimaneutrale Stadt sein. Stadtentwicklungs- und
Umweltsenator Michael Müller hat beim Neujahrsempfang der Berliner
Energieagentur (BEA) am 23. Januar im Deutschen Technikmuseum ein Aktionsprogramm
des Senates zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen angekündigt.
Grundlage dafür soll ein überarbeitetes und an die Rahmenbedingungen
der Energiewende angepasstes Energiekonzept sein. Um
die CO2-Emissionen langfristig auf Null absenken zu können, müssen
wir bei der Reduzierung der Treibhausgase einen erkennbaren und stabilen
Trend schaffen, sagte Müller vor rund 200 Gästen aus Politik
und Wirtschaft.
Einige Maßnahmen kündigte Müller bereits jetzt an. Für
die rund 8.000 öffentlichen Gebäude in Berlin will das Land
Berlin ein Energiemanagementsystem auf den Weg bringen, um den Wärme-
und Stromverbrauch zu reduzieren. Außerdem sollen die Berliner
Energiesparpartnerschaften mit derzeit über 1.300 energieeffizient
bewirtschafteten öffentlichen Gebäuden weiterentwickelt werden.
So sollen zukünftig Maßnahmen zur Wärmedämmung und
zum Einsatz erneuerbarer Energien in dieses Modell integriert werden.
Zur Energieversorgung sollen auf öffentlichen Dächern mehr Solaranlagen
als bisher zum Einsatz kommen.
Außerdem will Berlin als bundesweit anerkannte Modellstadt für
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mehr Blockheizkraftwerke (BHKW)
teilweise unter Nutzung nachwachsender Rohstoffe installieren lassen.
In Zusammenarbeit mit Brandenburg will Berlin zukünftig mehr grünen
Strom aus Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen aus dem Umland importieren
und umgekehrt als Speicher und Lastreserve für überschüssigen
Strom aus dem Nachbarland fungieren.
Weitere Infos unter www.stadtentwicklung.berlin.de
und www.kwk-modellstadt-berlin.de.
Hotline für Weihnachtsbaumentdecker
Bis
zum 3. Februar 2012 ist bei der BSR unter der Tel-Nr. 75 92 66 70 wieder
die Hotline für Entdecker von Weihnachtsbäumen erreichbar. Denn
erfahrungsgemäß werden auch nach dem letzten Sammeltag Weihnachtsbäume
auf Straßen gelegt. Durch Unterstützung von Baumentdeckern
ist es der Stadtreinigung möglich, noch gezielter die Nachzügler
zu beseitigen. Die Hotline steht Anrufern montags bis freitags von 7 bis
19 Uhr, am Samstag von 8 bis 14 Uhr zur Verfügung. Internetnutzer
können unter www.BSR.de
ebenfalls eine Fundstelle an die BSR melden.
"Das glückliche Dorf. Einblicke in einen Berliner Kiez"
"Das
glückliche Dorf. Einblicke in einen Berliner Kiez", heißt
die Zeitschrift der Berufsoberschulklasse des OSZ KIM, die Ende 2011 erschien.
Die Artikel zeigen den Blick der Schülerinnen und Schüler, die
sich aufgemacht haben, um das Gebiet, das gleich um die Ecke der Schule
beginnt, samt seinen Menschen kennen zu lernen.
Die Ruhe der Panke, die überraschende Entdeckung des Cafés
45, Besuche im Seniorendomizil an der Panke, in Moscheen und bei der Kolonie
Wedding, ein echter Kiezkrimi und ein Überblick über die sozial
tätigen Vereine und die Wohnsituation im Soldiner Kiez sind Themen
der Artikel, die mit professionellen Schwarz-Weiß-Bildern und Zeichnungen
kombiniert sind.
Das Quartiersmanagement Soldiner Straße hat im Rahmen des Quartiersfonds
die Druckkosten der Zeitung übernommen. Kostenlose Exemplare sind
im Quartiersladen in der Koloniestraße 129 erhältlich. Nähere
Infos unter www.deinkiez.de
1.000.000! - Die einmillionste Integrationskursteilnehmerin lernt an
der Volkshochschule Mitte
Das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg
hat die einmillionste Berechtigung zur Teilnahme an einem Integrationskurs
ausgestellt.
Die einmillionste Teilnehmerin kommt aus Italien, ist 32 Jahre alt, Fotografin
und lernt - zusammen mit 19 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus
14 Nationen - an der Volkshochschule Berlin Mitte Deutsch. Sie wurde am
26. Januar von Dr. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für
Migration und Flüchtlinge, in der VHS Turmstraße begrüßt.
Die Integrationskurse sind der Kern staatlicher Integrationsangebote
und werden seit 2005 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
organisiert und von Trägern in der Kommune umgesetzt. (Pressemitteilung
des BA Mitte)
29. Februar: "Ein geschenkter Tag" auf der Müllerstraße
In
diesem Jahr bekommen wir bekanntlich einen Tag geschenkt: Den 29. Februar.
Viele Einzelhändler und das Geschäftsstraßenmanagement
auf der Müllerstraße wollen diesen Tag nicht ungenutzt verstreichen
lassen und machen ihn unter dem Motto "Ein geschenkter Tag"
zum Aktionstag. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen.
Jede(r) Gewerbetreibende/DienstleisterIn/EinzelhändlerIn kann sich
mit Aktionen in seinem Geschäft beteiligen, sei es mit Rabattaktionen,
Tombolas, kleinen Aufmerksamkeiten für die Kundschaft, besonderen
Beratungsangeboten und Sprechstunden, Spielen o.ä.. Den Ideen sind
keine Grenzen gesetzt.
Geplant ist, den Aktionstag mit einem kleinen Rahmenprogramm auf der
Straße zu begleiten. Aufgerufen sind hier alle Vereine, Gruppen
und Personen, mit kleinen Darbietungen den Tag zu etwas besonderem zu
machen.
Weitere Infos und Kontaktadressen finden sich auf der Website
des "Aktiven Zentrums Müllerstraße".
Veranstaltung am 2. Februar: Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin
Veranstaltung
des August-Bebel-Insituts am Do, 2. Februar, 18 - 20 Uhr:
Sicher wohnen, unabhängig leben, soziale Kompetenzen fördern
Ansätze und Zukunft der Wohnungsbaugenossenschaften in Berlin
Mehr als 80 Wohnungsbaugenossenschaften gibt es heute in Berlin. Gemeinsam
ist ihnen das Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung mitunter
deutlich verschieden sind sie hinsichtlich ihrer Mitgliederzahl und -struktur,
ihres Wohnungsbestandes und ihrer Leitbilder. Vor welchen Zukunftsaufgaben
stehen diese unterschiedlichen Genossenschaften heute? Welche Ziele verfolgen
sie und welche praktischen Ansätze erproben sie? Wie können
sie den Bestand an Mietwohnungen auch durch Neubau vergrößern?
Antworten gibt die Veranstaltung des August-Bebel-Instituts in der Müllerstraße
163 (U- und S-Bahn Wedding), nähere Informationen finden sich unter
www.august-bebel-institut.de
Konzertforum im Lichtburgforum am 9. Februar: Christoph Sauer
"Eine
Stimme, die man nicht vergisst.
Christoph Sauer scheint ein wenig aus der Zeit gefallen.
Und das kommt nicht von ungefähr: Seine Lieder verbinden eingängige
Melodien mit Texten, die an die Tradition der goldenen Zwanziger
Jahre anknüpfen: Kuriose Geschichten, gepfeffert mit raffiniertem
Wortwitz und einem Schuss Ironie. Und das alles verpackt in einen entstaubten,
modernen Sound der Gegenwart, begleitet von Roland Kühne am Klavier."
Do, 9. Februar, 20:00 Uhr im Lichtburgforum
in der Behmstr. 13 (am Gesundbrunnencenter), Der Eintritt beträgt
12,- €, ermäßigt 8,-€.
... und plötzlich sind Winterferien! - Winterferienkalender für
das Brunnenviertel
Von
den Schülerinnen und Schülern schon sehnsüchtig erwartet
- die Winterferien!
Das Wetter läßt sich zwar nicht planen, doch auch wenn man
nicht rodeln kann, gibt es viele Veranstaltungen, die keine Langeweile
aufkommen lassen.
Und da wird den Kindern und Jugendlichen einiges geboten: Figurentheater
und Computerspiele, Musik machen und Töpfern, Märchen hören
und Fußball spielen, um nur einige Angebote zu nennen. Jugendliche
können sich auch bei der Berufssuche und Bewerbung beraten lassen.
Die Ferienflyer sind in den Quartiersbüros und anderen Einrichtungen
erhältlich. Und natürlich auch Online unter http://www.stm-ackerstrasse.de.
Jubiläum im prime time theater: Die 75. Folge von "Gutes Wedding
- schlechtes Wedding läuft
Wer
hätte das gedacht, als 2004 die weltweit erste Theater-Sitcom der
Welt im Weddinger "prime time theater" gestartet ist: Gegenwärtig
und noch bis Mitte Februar läuft die 75. Folge unter dem Titel "High
School Wedding". Die Wahlkreis-Rundschau gratuliert zu diesem beeindruckenden
Jubiläum.
Wie nicht anders zu erwarten, ist auch diese Folge wieder turbulent:
Als sozialpädagogisches Integrationsprojekt wird die erste High School
nach amerikanischem Vorbild im Wedding eröffnet. Die hochsubventionierte
Privatschule ist für Kids von reichen Eltern aus Südberlin genauso
geöffnet wie für talentierte Stipendiaten aus dem Wedding und
anderen Bezirken. So trifft das Punker Mädchen Ratte auf die Cheerleadergang
Kleinmachnow Bitches. Ulla wird Hausmeisterin an der High
School und entpuppt sich als Mathe-Genie. Währenddessen lässt
sich Dönerbudenbesitzerin Heidemarie Schinkel mit der russischen
Mafia ein und die Friedrichshainis Sina und Nina ziehen zusammen in eine
WG.
Die schlechte Nachricht: Für die Aufführungen sind nur noch
Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Die gute Nachricht: Es wird
auch Folge 76 geben - und da sieht die Kartenlage noch wesentlich entspannter
aus. Den aktuellen Stand erfährt man unter www.primetimetheater.de.
Beginn ist jeweils um 20.15 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr.
Impressum
Ralf Wieland
SPD-Fraktion im
Abgeordnetenhaus Berlin
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin
Tel. 0 30 / 23 25 - 22 22
E-Mail: info@ralf-wieland.de
Web: www.ralf-wieland.de
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